Kognitive Therapie – was ist das?

Die kognitive Therapie ist Bestandteil der Verhaltenstherapie und beschäftigt sich sich mit der Veränderung unserer Kognitionen. Bei Kognitionen handelt es sich um unsere Einstellungen, Gedanken, Bewertungen, Überzeugungen usw. Viele Ihrer Kognitionen nehmen Sie gar nicht bewusst wahr, denn Ihre Gedankenwelt ist Ihnen viel zu vertraut. Da läuft das meiste unbewusst ab. Bei einer kognitiven Verhaltenstherapie sehen Sie sich diese Gedanken und Bewertungen jedoch mit fachkundiger Unterstützung ganz genau an.

Wie sehr beeinflussen Ihre Gedanken Ihre Gefühlswelt?

Bei der kognitiven Therapie gehen wir davon aus, dass unsere Gedanken einen großen Einfluss darauf haben, wie wir uns fühlen. Denn wie Sie eine Situation bewerten, kann ganz unterschiedlich sein. Sie können sie beispielsweise auf neutrale beziehungsweise auf positive oder negative Art und Weise bewerten. Diese Bewertungen spiegeln sich dann direkt, wenn auch meist unbewusst, in Ihrer Gefühlswelt wider. Das führt dazu, dass negative Gedankenmuster (z. B. Gedanken wie: Immer passieren mir so dumme Sachen. Ich bin hässlich. Ich bin nicht liebenswert. Die Welt ist gefährlich.) dazu führen können, dass Sie depressiv werden, eine Angststörung oder Phobie entwickeln oder Ihr Leben dadurch anderweitig negativ beeinflusst wird.

Wie läuft eine kognitive Therapie ab?

Eine Verhaltenstherapie , zu der die kognitive Therapie zählt, beschäftigt sich mit den Problemen, die Ihnen aktuell zu schaffen machen. Sie setzt an der Veränderung des Symptoms an, während die Bearbeitung der Ursprünge der Probleme in der Vergangenheit  bei dieser Therapieform nicht so sehr im Mittelpunkt stehen. Das hat zur Folge, dass eine Verhaltenstherapie in der Regel nicht so langwierig ist, wie andere Formen der Psychotherapie. Bei der kognitiven Verhaltenstherapie tritt häufig schon nach relativ kurzer Zeit eine Besserung ein. Denn die Therapie konzentriert sich darauf, die Gegenwart anders zu bewerten und mit dieser für Sie selbst vorteilhafter umzugehen. Dazu ist es nötig, sich gemeinsam mit dem Therapeuten die eigenen Kognitionen anzusehen. Diese Einstellungen und Gedanken werden dann im nächsten Schritt hinterfragt (z.B. ist dieser Gedanke realistisch?), verändert und anschließend werden dann die neuen veränderten Gedanken und Bewertungen eingeübt.

Therapieziele bei der kognitiven Therapie?

Das Therapieziel der kognitiven Therapie besteht darin, dass durch die Veränderung von Einstellungen, Gedanken und Bewertungen eine Veränderung der Gefühle eintritt. In der Folge davon ändert sich dann auch das Verhalten im positiven Sinne. Wenn z.B. ein Klient die Einstellung hat, er könne nichts, würde nie etwas erreichen können, dann fühlt er sich hiermit in der Regel schlecht, ggf. depressiv. Auch sein Verhalten wird hierdurch beeinflusst. So wird er sich kaum etwas zutrauen und schon kleinen Herausforderungen aus dem Weg gehen. Das Ziel der kognitiven Therapie ist es nun, diese Einstellung zu verändern in z.B.: „ich kann mir etwas zutrauen, ich werde werde meine Ziele erreichen“. Die Folge hiervon ist eine Verbesserung der Gefühle („ich fühle mich wohl und einverstanden mit mir selbst“) und dies wiederum führt zu einer Veränderung des Verhaltens („ich werde diese Herausforderung annehmen“).

Bei welchen Problemen ist eine kognitive Verhaltenstherapie besonders erfolgreich?

Gute Erfolge werden bei der Behandlung von Angststörungen, Phobien, Panikattacken, Depressionen, Essstörungen, Mobbing, Lebenskrisen, psychosomatischen Störungen, Selbstwertproblemen, Eheproblemen, Trennungsängsten, Zwangsstörungen, Traumatisierungen, Burnout und Stressproblematik sowie bei ADHS und ADS erzielt.
Weitere Informationen zum Ablauf und den Kosten der Therapie in unserer Praxis finden Sie unter: Ablauf einer Therapie und zu den Kosten.
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